Karin Wallner

Weißt du, was der traurigste Versuch der Menschheitsgeschichte war und kläglich gescheitert ist? Das Feminine in ein starres Konstrukt zu pressen. Zu wild, zu facettenreich, zu laut einfach zu viel, um sich in Regeln, Erwartungen oder gesellschaftliche Normen zwängen zu lassen.

Und doch leben viele von uns immer noch nur einen kleinen Teil dessen, wer wir wirklich sind. Wir passen uns an, funktionieren, kontrollieren, reagieren und verlieren dabei den Zugang zu unserer eigenen Essenz.

Weiblichkeit als lebendiger Prozess

Frausein ist ein zutiefst lebendiger Prozess. Wenn wir lernen, wirklich zuzuhören, was uns das Leben flüstert, eröffnen sich neue Möglichkeiten: Wir können aus unserer Essenz heraus antworten  statt nur aus Gedanken oder alten Mustern zu agieren.

Es funktioniert nicht, wenn wir uns im Kopf vorgaukeln: So bin ich, oder nur so bin ich. Wirkliches Erleben bedeutet neugierig zu bleiben, sich selbst auf die Reise zu begeben und die eigenen Anteile zu erforschen.

Hier kann auch das Konzept von Anima und Animus Orientierung bieten

Die Anima symbolisiert unsere weiblichen Qualitäten, unabhängig vom biologischen Geschlecht.

Der Animus steht für unsere männlichen Qualitäten.

Beide Anteile existieren in jedem Menschen. Das Feminine zeigt sich, wenn wir unsere Anima bewusst wahrnehmen, fühlen und leben, ohne sie zu unterdrücken oder einzuordnen versuchen.

Warum Präsenz der Schlüssel ist

Die Reise zurück zu deinem Femininen beginnt mit Präsenz. Präsenz bedeutet: im Moment zu sein, dich selbst zu spüren, dich neugierig zu beobachten und nicht von Rollen, Erwartungen oder alten Mustern gesteuert zu werden.

Wenn wir präsent sind, hören wir auf, nur zu funktionieren. Wir spüren unsere eigenen Grenzen, Bedürfnisse und Möglichkeiten klarer. Wir werden selbstwirksam, weil wir aus unserem Wesenskern heraus handeln und nicht aus alten Gewohnheiten.

Fragen zur Selbstreflexion

  • Welche Anteile von mir habe ich bisher unterdrückt oder ignoriert?
  • Wo folge ich Mechanismen, statt meiner eigenen Intuition?
  • Welche Momente lassen mich meine Kraft, Sanftheit oder Kreativität wirklich spüren?
  • Welche Rollen oder Masken trage ich um gesehen, akzeptiert oder geliebt zu werden?

Fazit

Das Feminine lässt sich nicht einengen und genau darin liegt seine Kraft. Es ist bunt, facettenreich, wild und sanft zugleich. Die Reise zu dir selbst beginnt, wenn du neugierig bleibst, präsent bist und deine eigenen Anteile erforschst.

Es ist schon lange an der Zeit, das vielschichtige in dir zu umarmen. Deine Karin

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